Wir transportieren Hilfe dorthin, wo sie benötigt wird

Hilfe braucht Wege

MIVA ist ein Schweizer Hilfswerk, das seit 1932 Menschen in benachteiligten Regionen unterstützt. Die Organisation stellt gemeinsam mit lokalen Partnern Transport- und Kommunikationsmittel zur Verfügung, damit medizinische Versorgung, Bildung, Ernährung und andere Hilfsangebote auch abgelegene Gemeinschaften erreichen können.

Wenn der Weg zum Problem wird

In vielen ländlichen Regionen sind Distanzen gross und Strassen schwierig oder gar nicht vorhanden. Ein Spital, eine Schule oder ein Landwirtschaftsprojekt kann dann zwar existieren, ist für viele Menschen aber trotzdem kaum erreichbar. Genau hier setzt MIVA an: Ein Fahrzeug kann den entscheidenden Unterschied machen.

Fahrzeuge für die Gesundheitsversorgung

MIVA finanziert unter anderem Geländefahrzeuge, Motorräder, Busse und Ambulanzen für lokale Partnerorganisationen. Damit können medizinische Fachkräfte abgelegene Dörfer erreichen, Patientinnen und Patienten transportiert oder Medikamente und medizinisches Material zu Gesundheitszentren gebracht werden. In Kamerun beispielsweise werden mit einem von MIVA unterstützten Fahrzeug zehn abgelegene Gesundheitszentren regelmässig mit Medikamenten und medizinischem Material versorgt.

Bildung wird erreichbar

Auch für Bildungsprojekte spielt Mobilität eine wichtige Rolle. Busse können Kinder sicher zur Schule bringen, während Motorräder oder andere Fahrzeuge Lehrpersonen und Fachkräfte in abgelegene Regionen bringen. In Kolumbien unterstützt MIVA beispielsweise den Zugang zur Schule durch Fahrräder für Jugendliche aus einer abgelegenen Region.

Landwirtschaft und Einkommen

Transportmöglichkeiten helfen auch Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, ihre Produkte zu verarbeiten und auf Märkte zu bringen. In Bolivien ermöglicht ein von MIVA unterstützter Lastwagen einer Vereinigung von Quinoa-Produzenten, ihre Erzeugnisse selbst zu verarbeiten, zu verpacken und zu vermarkten. Dadurch bleibt mehr Wertschöpfung direkt bei den beteiligten Bauernfamilien.

Mehr als nur Autos

MIVA unterstützt nicht ausschliesslich Motorfahrzeuge. Zu den finanzierten Transportmitteln gehören beispielsweise auch Fahrräder, Schubkarren, Boote, Lasttiere und Traktoren. Im Jahr 2023 wurden unter anderem 15 Motorräder, 35 Autos, zwei Busse, 50 Schubkarren, ein Boot, 20 Lasttiere und 250 Fahrräder finanziert.

Zusammenarbeit mit lokalen Partnern

MIVA arbeitet mit Partnerorganisationen in den jeweiligen Ländern zusammen. Diese kennen die örtlichen Verhältnisse und wissen, welche Transportmittel für ihre Arbeit tatsächlich benötigt werden. So soll die Unterstützung möglichst direkt dort ankommen, wo sie gebraucht wird.

Weltweit im Einsatz

Die Projekte von MIVA konzentrieren sich vor allem auf Afrika und Lateinamerika, daneben unterstützt die Organisation auch Projekte in Asien. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 52 Projekte in 16 Ländern finanziert, darunter in Ländern wie Kamerun, Kenia, Tansania, Uganda, Bolivien, Guatemala und den Philippinen.

Ein einfacher Gedanke mit grosser Wirkung

Die Idee hinter MIVA ist erstaunlich einfach: Hilfe kann nur wirken, wenn sie die Menschen erreicht. Ein Fahrzeug oder ein anderes geeignetes Transportmittel kann deshalb zur Voraussetzung dafür werden, dass medizinische Versorgung, Bildung, Lebensmittel oder Beratung überhaupt bis in abgelegene Gebiete gelangen. MIVA schafft damit Mobilität als Grundlage für viele verschiedene Formen der Entwicklungszusammenarbeit.